Ist Freising als Tourismusdestination überhaupt interessant?
Diese Frage stellten sich die meisten Schülerinnen und Schülern des Moduls Tourismus, als im Lernbereich „Tourismus in der Region erleben“ die touristische Infrastruktur des Heimatraums genauer unter die Lupe genommen wurde.
Um genauere Informationen zu den Angeboten, Gästezahlen und der wirtschaftlichen Bedeutung der Tourismusbranche für die Region Freising zu bekommen, besuchte Martina Mayer vom Tourismusreferat im Landratsamt Freising die beiden Gruppen des Moduls. Nach einer kurzen Vorstellung berichtete Frau Mayer über die touristischen Angebote und die Entwicklung des Tourismusmarketings. Waren zu Beginn ihrer Tätigkeit Radkarten das einzige Informationsmaterial für Touristen, so sind heute ein ansprechender Internetauftritt mit emotionsgeladenen Bildern sowie die Präsenz auf den gängigen Social-Media-Kanälen essentiell. Auch auf die neuen Trends gilt es passende Lösungen zu finden und sich u.a. digital und nachhaltig aufzustellen: So wurden die touristischen Akteure der Tourismusregion z.B. über ein Datenbanksystem online sichtbar bzw. buchbar gemacht und in eine interaktive digitale Karte integriert. Des Weiteren wurden ansprechende Wander- und Radwege sowie touristische Themenbroschüren erstellt. Neben den Aktiv-Urlaubern und Kulturtouristen sollen aber auch hippe Angebote wie die Surftown, Lasertag, Schwarzlicht-Minigolf oder Escape Rooms eine jüngere Zielgruppe ansprechen.
All diese Maßnahmen haben sich für Freising ausgezahlt: Nach der Corona-Pandemie weist die Tourismusregion mit über 1,3 Millionen Übernachtungen im Jahr 2024 Rekordzahlen auf, die sich auch in 2025 mit 1,2 Millionen Übernachtungen nahezu fortsetzen. Auch die wirtschaftliche Bedeutung der Tourismusbranche für die Region ist nicht zu verkennen, da der Wirtschaftszweig für 4.380 Arbeitsplätze verantwortlich ist und für ein Steueraufkommen von über 33 Millionen Euro sorgt.
Wir bedanken uns herzlich bei Frau Mayer für diesen interessanten und gewinnbringenden Vortrag und hoffen auf eine weitere Zusammenarbeit.
Patrick Haas, OStR
Fotos: Sonja Aigner


