Am 18.03.2026 fand in den 5. Klassen der Wirtschaftsschule Freising ein Vortrag zum Thema „Stadttauben – unsere kleinen, grauen Nachbarn“ statt. Gestaltet wurde dieser von Verena Kallweit vom Verein Stadttauben München e.V. sowie Katinka Gehrer vom Tierschutzverein München e.V.
Im Vortrag erfuhren die Schülerinnen und Schüler zunächst, woher unsere Stadttauben kommen: Stadttauben sind nämlich eigentlich verwilderte Haustiere. Außerdem wurde erklärt, wie Stadttauben leben und warum sie es im Alltag oft schwer haben.
Besonders spannend waren einige Fakten über die Tiere: Stadttauben brüten nicht auf Bäumen, sondern bevorzugen Gebäude, da sie von der Felsentaube abstammen. Sie sind reine Körnerfresser und vertragen somit am Boden liegende Pommes oder Brezn gar nicht. Außerdem übertragen sie nicht mehr Krankheiten als beispielsweise eine Freigängerkatze. Zudem wurde erläutert, dass Stadttauben einen angezüchteten Brutzwang haben und deshalb bis zu achtmal im Jahr brüten. Das ist der Hauptgrund, weshalb wir so viele Stadttauben in unseren Städten haben und warum der Eiertausch so wichtig ist.
Und so wurde auch über den Taubentierschutz aufgeklärt: Um die Population tierfreundlich zu regulieren, tauschen Ehrenamtliche wöchentlich echte Taubeneier gegen Kunsteier aus. Letztes Jahr hat allein der Verein Stadttauben München e.V. über 6.000 Taubeneier getauscht.
Außerdem werden kranke oder verletzte Tauben wieder gesund gepflegt und aufgepäppelt. 900 hilfsbedürftige Tauben verzeichnete der Tierschutzverein München e.V. letztes Jahr.
Auch lernten die Schülerinnen und Schüler etwas über die netten (Charakter-)Eigenschaften der Tauben: Tauben sind monogam und bleiben für immer mit ihrem Partner zusammen. Beide Elternteile kümmern sich liebevoll um ihren Nachwuchs. Tauben können sich Gesichter und Muster merken und beides auch wiedererkennen. Auch ihr eigenes Spiegelbild erkenne sie. Außerdem baden Tauben unglaublich gerne.
Ein besonderes Highlight für die Schülerinnen und Schüler war ein kleines Taubenküken, das die Referentinnen mitgebracht hatten und das für große Begeisterung sorgte.
Wir bedanken uns bei Kristina Lackmann für die Organisation und Verena Kallweit sowie Katinka Gehrer für ihre Zeit und die interessanten Einblicke.
Kristina Lackmann, Refin
Fotos: Kristina Lackmann / Sonja Aigner

