Am 11. Dezember 2025 machten sich die beiden achten Klassen der Wirtschaftsschule Freising im Rahmen des Faches MUT mit den Lehrkräften Sibylle Berger, Katharina Ziegltrum, Anita Forinyak und Melanie Schlüter auf den Weg nach Moosburg, um anlässlich des Welt-AIDS-Tages eine besondere Schulveranstaltung zu erleben.
Bereits beim Ankommen im Kino wurden wir Lehrkräfte und unsere Schülerinnen und Schüler sehr herzlich vom Besitzer im Foyer empfangen. Dort erwarteten uns verschiedene interaktive Stationen, betreut von engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vor Ort. Die Jugendlichen hatten die Möglichkeit, sich auf anschauliche Weise mit wichtigen Themen rund um HIV und AIDS auseinanderzusetzen – von Übertragungswegen über Schutzmöglichkeiten bis hin zu gesellschaftlichen Fragen. Diese Angebote wurden äußerst interessiert und rege genutzt.
Im Anschluss begaben wir uns in den Kinosaal, wo der Film Love, Simon gezeigt wurde. Die berührende Geschichte erzählt von einem homosexuellen Jugendlichen, der kurz davor steht, sich zu outen – jedoch unfreiwillig geoutet wird, als ein Mitschüler seine private Nachricht im Schulnetzwerk verbreitet. Der Film vermittelt auf jugendgerechte, eindrucksvolle Weise, wie wichtig Respekt, Akzeptanz und Vielfalt im Umgang miteinander sind, besonders dann, wenn Menschen in irgendeiner Weise von gesellschaftlichen Normen abweichen. Trotz der schwierigen Situation findet die Hauptfigur am Ende Mut, Stärke und schließlich auch ihr persönliches Happy End.
Nach dem Film kam eine Mitarbeiterin des Kinos erneut in den Saal und leitete eine Nachbesprechung an. Die Schülerinnen und Schüler hatten die Möglichkeit, Fragen zum Film zu stellen, die ausführlich beantwortet wurden. Darüber hinaus stellte die Mitarbeiterin selbst einige nachdenkliche Fragen in die Runde, die die Jugendlichen offen und selbstbewusst beantworteten. Die Inhalte des Films und die angesprochenen Themen werden selbstverständlich im Rahmen des Faches MUT (Mensch, Umwelt, Technik) in den Klassen 8a und 8b weiter vertieft und im Unterricht ausführlich besprochen.
Die Reaktionen unserer Schülerinnen und Schüler waren insgesamt sehr positiv: Viele waren emotional sichtbar bewegt. Als sich im Film das Happy End abzeichnete, brach der Saal in spontanen Applaus aus – ein Zeichen dafür, wie sehr die Jugendlichen mit der Hauptfigur mitgefiebert hatten.
Nach dem Film machten wir uns gemeinsam auf den Rückweg zum Freisinger Bahnhof, wo die Schulveranstaltung gegen 13:10 Uhr endete. Sowohl für uns Lehrkräfte als auch für die Schülerinnen und Schüler war dieser Vormittag ein besonderes, inspirierendes Erlebnis. Die Mischung aus informativen Stationen, einem emotional berührenden Film, der anschließenden Gesprächsrunde und vielen wertvollen Eindrücken machte diesen Tag zu einem eindrucksvollen Beitrag zur Werteerziehung und Bewusstseinsbildung an unserer Schule.
Anita Forinyak, StRin
Foto: Anita Forinyak