Berlinfahrt der 9. Klassen – Politik, Geschichte und jede Menge Eindrücke

Unsere beiden 9. Klassen verbrachten zusammen mit ihren Lehrkräften Frau Keil, Frau Klostermaier, Herrn Maier und Herrn Steinberger spannende und abwechslungsreiche Tage in der Hauptstadt und konnten Politik und Geschichte hautnah erleben.

Ein besonderer Programmpunkt war der Besuch im Bundesrat. Nach einer Einführung in die Aufgaben und die Arbeitsweise des Verfassungsorgans nahmen die Schülerinnen und Schüler an einem Planspiel teil. Hier wurde engagiert über ein mögliches Social-Media-Verbot für Jugendliche unter 16 Jahren diskutiert und abgestimmt. Das Ergebnis überraschte: Die Mehrheit der Schülerinnen und Schüler beschloss das Verbot.

Nachdenklich stimmte der Besuch der Topographie des Terrors: Das Gelände der Zentralen von SS, Gestapo und Reichssicherheitshauptamt. Die Führung an diesem zentralen Ort der nationalsozialistischen Schreckensherrschaft vermittelte eindrucksvoll die Bedeutung von Erinnerung und Verantwortung.

Natürlich durfte auch etwas Freizeit nicht fehlen: Am Potsdamer Platz konnten Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte Berlin auf eigene Faust erkunden und die besondere Atmosphäre der Hauptstadt genießen.

Im Auswärtigen Amt erhielten die Jugendlichen interessante Einblicke in die Geschichte, die aktuellen Aufgaben und die Herausforderungen deutscher Außenpolitik. Zudem wurden verschiedene berufliche Perspektiven im diplomatischen Dienst vorgestellt.

Bei einer Stadtführung lernten die Klassen zahlreiche Sehenswürdigkeiten kennen, darunter auch den berühmten Checkpoint Charlie – den ehemaligen Grenzübergang zwischen dem amerikanischen und dem sowjetischen Sektor.

Ein weiteres Highlight war der Besuch des Deutschen Bundestages auf Einladung des Bundestagsabgeordneten Leon Eckert. Die Schülerinnen und Schüler verfolgten eine Plenardebatte mit der Befragung der Bundesregierung, unter anderem mit Bundesinnenminister Alexander Dobrindt und Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer. Da Leon Eckert kurzfristig an einer Ausschusssitzung teilnehmen musste, stand seine Büroleitung für ein Gespräch zur Verfügung und beantwortete zahlreiche Fragen. Den Abschluss bildeten der Besuch der Reichstagskuppel sowie ein gemeinsames Abendessen in der Parlamentskantine.

Am vorletzten Tag stand die deutsche Erinnerungskultur im Fokus: Nach dem Besuch und einer Führung durch das Denkmal für die ermordeten Juden Europas sowie des zugehörigen Museums sorgte das ehemalige Stasi-Untersuchungsgefängnis Hohenschönhausen für bleibende Eindrücke. Die schrecklichen Haftbedingungen führten vor Augen, wie wichtig Menschenrechte und Demokratie sind.

Eine ereignisreiche Fahrt mit vielen spannenden Begegnungen, neuen Erkenntnissen und bleibenden Eindrücken! Ein herzlicher Dank geht an Herrn Dr. Florian Herrmann, MdL, der in seiner Eigenschaft als Staatsminister für Bundesangelegenheiten und Medien diese Studienfahrt auch finanziell unterstützt hat.

Johannes Steinberger, StR

Fotos: privat

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